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Das Nordpfälzer Bergland war vor 320 bis 280 Millionen Jahren eine von Saarbrücken
bis Mainz reichende Senke (Saar-Nahe-Senke). Flüsse aus den Vogesen und dem Schwarzwald schwemmten Verwitterungsschutt heran. Im damaligen wechselfeuchten Klima bildeten sich in dieser gut 130 km langen Senke von Zeit zu Zeit tiefere Seen. Im Rotliegenden,im Grenzbereich Karbon - Perm
sind die Ablagerungen eines solchen Sees in Niederkirchen erhalten geblieben. In diesem tummelte sich vor etwas 295 Millionen Jahren Orthacanthus (Lebachacanthus)
senckenbergianus, der Einhorn-Hai, zwischen Muscheln, Krebstieren, Fischen und Amphibien, umgeben von Farnen, Schachtelhalmen, Nadelbäumen (Koniferen) und Insekten am Land. Dieser Fischjäger wurde bis 3,5m groß. Er gehörte zur Klasse Chondrichthyes, Unterklasse Elasmobranchii, Überordnung Elasmobranchii, Ordnung Elasmobranchii, Familie Xenacanthidae. Auffallend an ihm ist sein Dorsalstachel,
während die anderen permischer Vertreter der Xenacanthiden einen cranialen Stachel haben. Er weist mehr Skelettähnlichkeiten zum unterkarbonischen Diplodoselache und zu Hagenoselache aus dem Namurium B auf,
als zu den moderneren Vertretern des Westphaliums und Perms wie Xenacanthus und Triodus. Damit nimmt er eine randliche Position in der Evolution der Xenacanthida ein und wird zu einem "Plesiomorphotypus",
der über einen lange Zeit sehr frühe Merkmale behalten hat. Die bläulichen bis grünen sehr harten Tonsteinen, aus denen der Fund präpariert wurde, erfordert durch seine Splittrigkeit große Sorgfalt.
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