|
Die December Monocerotids können vom 9. November bis 18 Dezember mit einem Maximum um den 11.
Dezember beobachtet werden. Er tritt jährlich mit 1 bis 2 Meteoriten pro Stunde auf.
Fred L. Whipple entdeckte den Meteorstrom 1954 in 144 Meteorspuren auf photographischen
Durchmusterungen des Harvard College Observatory zwischen 1936 und 1951. Der Radiant konnte auf zwei am 13. und 15. Dezember 1959 photographierten Meteorspuren sehr exakt ermittelt werden. Diese Daten führten zum
Kometen Mellish (D/1917 F1) mit einer Periode von 145 Jahren (+/- 0,6 Jahre).
1961 fanden Richard E. McCrosky und Annette Posen, beide vom Harvard College Observatory, in einer von ihnen
veröffentlichten Liste von 2529 Meteorbahndaten des Harvard Meteor Project vom Februar 1952 bis Juli 1954 drei zwischen 10. und 17. Dezember photographierte Meteorspuren, welche zu den December Monocerotids
gehörten. Sie bestätigten damit Fred L. Whipple.
C. S. Nilsson aus Adelaide, Australia, fand aus Radarbeobachtungen zwischen Dezember 1960 und Dezember 1961 unter 2101 Meteorbahndaten 2 Meteore in 1960 und 5
in 1961, welche gute Bahndaten für diesen Meteorstrom lieferten.
1973 veröffentlichte Zdenek Sekanina Ergebnisse des Harvard Radio Meteor Project von Havana, Illinois, und 1975 veröffentlichten G. Gartrell
und W. G. Elford ihre Ergebnisse von Radarbeobachtungen zwischen 1968 und1969. M. Kresakova wies 1974 bei Studium des Kometen Mellish und seiner möglichen Zugehörigkeit zu den Geminiden eine Teilung in zwei
Meteorströme nach. Die “Komponente A” hatte annähernd gleiche Bahndaten wie zuerst von Whipple vermutet und basierte auf 16 Daten aus amerikanischen und russischen Quellen. Der zweite Strom basierte auf
9 photographierten Meteorspuren und wurde als die 1969 von Keith B. Hindley genannten 11 Canis Minorids identifiziert. Die Monocerotids von Fr. Kresakova lagen sehr nahe der Bahn von P/Mellish.
Überaschenderweise scheinen die December Monocerids ein Rätsel im großen Puzzle der Meteorastronomie zu lösen: Während des International Astronomical Union's Symposium No. 33 im Jahre 1967 legten I.
S. Astapovich und A. K. Terent'eva eine Schrift "Fireball Radiants of the 1st-15th Centuries" vor, darunter waren 14 “Feuerbälle” aus einem Radianten nahe der Geminiden der Jahre 1038 bis
1099 jeweils zwischen dem 6. und 18. Dezember beschrieben. Ihre Zugehörigkeit zu den Geminids war sehr umstritten. 1985 legten Ken Fox und Iwan P. Williams eine überzeugende Lösung vor. Unter Einbeziehung von
Störungen durch Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun während der letzen 2400 Jahre konnten die Monocerids im 11. Jahrhundert im Dezember gesehen werden und nur sie konnten die Feuerbälle der Vergangenheit
hervorgerufen haben, auch wenn sie derzeit kaum zu beobachten sind.
|