Alpha M.

Alpha Monocerotids oder November Monocerotids

Die Alpha Monocerotids können vom 13. November bis zum 2. Dezember mit einem Maximum am 21. November beobachtet werden. Exakt alle 10 Jahre tritt eine besonders starke Aktivität mit bis zu 100 Meteorfällen pro Stunde auf.

F. T. Bradley (Crozet, Virginia) beobachtete in der Nacht vom 20./21. November 1925 zwischen 11:02 und 11:15 Uhr 37 Meteore. Nach einer Sternbeobachtung von 10 Minuten zur exakten Feststellung der Meteorbahnen war der Meteorschauer bereits zu Ende. Glücklicherweise konnte Charles P. Olivier im Observatorium der University of Virginia um 11:05 Uhr die Leuchtspuren von 2 Meteoren sehr genau festhalten.

Am 21. November 1935 wurden von Professor Mohd. A. R. Khan (Begumpet, Indien) über 100 Meteore innerhalb von 20 Minuten gezählt und der Radiant in der Nähe von Gamma Monocerotis (auf anderen Sternkarten auch Alpha Monocerotis genannt) festgestellt. Vom wachhabenden Offizier der USS Canopus, die in Manila vor Anker lag, wurde innerhalb von 30 Minuten ungefähr alle 30 Sekunden ein Meteorfall gesehen.

Die Beobachtungsmöglichkeiten waren 1945 durch Vollmond am 19. November sehr ungünstig und auch 1955 (Vollmond am 29. November) nicht wesentlich besser.

1958 wertete Lubor Kresak (Tschechoslowakei) die Daten von 1925 und 1935 aus und führte den Meteorstrom auf den Kometen Van Gent-Peltier-Daimaca (1944 I) zurück.

Erst 1985 beobachtete am 21. November Keith Baker, Nachtassistent im Lick Observatory gegen 3:00 Ortszeit 18 Meteore in 7 Minuten aus einer Region nahe Canis Minor. Sie waren schnell, von kurzer Dauer und hinterließen kaum Leuchtspuren.  Richard Ducoty, Capitola, beobachtete zwischen 3:41 und 3:45 Uhr 27 Meteore, dann bis 3:49 Uhr 5, bis 3:53 Uhr 2 und 2 weitere bis 3:57 Uhr. “Die hellsten Meteore waren 0 bis -2. Ihre Geschwindigkeit war ganz schnell, wenig langsamer als die Leoniden.” Seine Radiantbestimmung bestätigte die von Prof. Khan ermittelte.