NGC 2237/2238/2239

Trotz aller Unscheinbarkeit - typisch Einhorn - beherbergt es ein Kleinod, den Rosettennebel (NGC 2237/2238/2239), Entfernung 4500 Lj, scheinbare Größe 6,m2, Ausdehnung 64 x 61’, das ist fast Vollmondgröße. Mit einem tatsächlichen Durchmesser von 100 Lj ist er mehr als fünfmal so groß wie der berühmte Orion-Nebel, der also in das Loch im Rosettennebel passen würde. Ist er bei direkter Betrachtung durch ein Fernrohr eine enttäuschende schwache bläuliche Nebelhaftigkeit, beeindruckt er auf langbelichteten Photographien durch die rot im Lichte des heißen Wasserstoffs leuchtenden Rosetten rings um blauweiße Sterne. Trotz der Ähnlichkeit mit einem planetaren Nebel, dem letzten Zeugnis eines alternden Sternes, handelt es sich hier um einen auf 500 000 Jahre geschätzten jungen Nebel. Er liegt um den Sternhaufen NGC 2244, 7200 LJ entfernt,  gebildet aus ebenso jungen, etwa 20 meist heißen Sternen  rings um den gelben O6-Stern 12-Mon, der selbst aber nicht dem Sternhaufen angehört. Die Ansammlung der blauweißen Sterne des haufens schuf durch seinen Strahlungsdruck den Hohlraum des Rosettennebels und wird ihn in Zukunft noch weiter auseinandertreiben. Im Nordteil des Nebels befinden sich sog. “Elefantenrüssel”, dunkle Filamente und runde Dunkelflecken, in denen sich vermutlich Materie zu neuen Sternen verdichtet.

Rosettennebel NGC 2237/38/39

Rosettennebel NGC 2237/38/39 mit besser sichtbaren Filamenten