Humlikon

CH 8457 Humlikon, Bezirk Andelfingen, Kanton Zürich

In Blau ein halbes silbernes, rotgezungtes Einhorn.

Der Edle Johannes von Humlikon führte in Siegeln, die aus den Jahren 1292 und 1301 erhalten sind, ein halbes Einhorn. Das Schildbild, das - leider ohne Namen - auch in der Zürcher Wappenrolle von etwa 1340 dargestellt wird, könnte - wie bei
Rümlang - auf eine Beziehung zu den Freiherren von Tengen hindeuten. Als sich die Gemeinde im 19. Jahrhundert ein Kennzeichen zulegte, entschied man sich für die Symbole des Weinbaus und des Ackerbaus. Entgegen den heraldischen Regeln kreuzte man aber die beiden Geräte, so 1832 in der Windfahne auf dem Uhrtürmchen des Schulhauses und 1850 auf Flöchnersäcken. Auf dem Windlicht von 1858 wurde das Pflugeisen überdies mit zwei achtstrahligen Sternen belegt. Auf Behördenstempeln und Siegeln der Gemeinderatskanzlei und des Friedensrichteramtes, deren man sich um 1900 bediente, standen Pflugschar und Rebmesser sogar im weißen Feld des Züricher Schildes. Die Kommission empfahl den Schild mit halben Einhorn, was die Stimmbürger am 11.3.1930 guthießen.

Einen Bezug zum Wappen der Herren von Tengen haben auch die deutschen Gemeinden
Oberried, Tengen (zum Wappen der Stadt Tengen: Talheim, Uttenhofen und Wiechs am Randen ), die Schweizer Gemeinden Dübendorf und Rümlang.