Ballwil

CH 6275 Ballwil, Kanton Luzern

In Blau ein springendes silbernes Einhorn.

Die Gemeinde hat das Wappen des seit Beginn des 13. Jh. bekannten Adelsgeschlechtes der Herren von Ballwil übernommen. Das Einhorn in Blau findet sich u. a. in den Collectaneen von Renward Cysat in der Wappenfolge von St. Urban (15. Jh.), ebenso in der Luzernerkarte von 1597 - 1613 (Die Herren von Sonnenberg führten für die Herrschaft Ballwil das silberne Einhorn in Rot).

Ballwil ist im Zinsverzeichnis der Frauenmünsterabtei Zürich von 893 erstmals urkundlich als “Paldiwilare” aufgeführt. Im beginnenden 13. Jh. brachte der Ort eine nach ihm benannte Adelfamilie hervor. Die Herren von Ballwil, ein kyburgisch-habsburgisches Ministerialgeschlecht, besassen auf dem flachen Hügel am Nordrand des Dorfes eine Burg, an die nur noch der Lokalname “Schloss” erinnert. Von ihnen wurde auch die Pfarrkirche St. Margaretha gegründet. Weil die Kirche nach dem Aussterben der Herren von Ballwil völlig mittellos war, trug sie im Volksmund den Namen “die arme Greth von Ballwil” und wurde 1454 der Hochdorfer Pfarrei angegliedert. Die Luzerner Familie Sonnenberg, die von den Herren von Ballwil deren Burg und Herrschaft erworben hatten, besaß von 1678 an auch das Patronat über die Kirche.