Gössendorf

A 8071 Gössendorf

In blauem mit sechs silbernen Sternen bestreuten Schild ein silbernes Einhorn. Dieses Wappen wurde mit Wirkung vom 1.8.1993 von der Steiermärkischen Landesregierung verliehen. Im Mittelalter waren die Ländereien um das heutige Gössendorf im Besitz des Landesfürsten, des Herzogs der Steiermark. 1268 stiftete der Grazer Richter Volkmar von Graz dem Spital am Phym, einem Hospiz auf dem Übergang vom heutigen Oberösterreich in die Steiermark eine Hube (bäuerliches Anwesen), die er vom steirischen Landesfürsten als Lehen inne hatte und die der Wlkowim (Vulkowim) zu Tomdorf (Thondorf) in Nutzung hatte. Diese lag jedoch nicht in Thondorf, sondern der Bestätigung dieser Stiftung 1274 durch den damaligen Landesfürsten König Ottokar nach, in Gössendorf. Siegelte Volkmars 1261 eine Urkunde noch mit dem Siegel der Stadt Graz (die erste Nennung des Grazer Stadtsiegels), so verwendete er später ein eigenes Siegel mit seinem Wappen, einem steigenden Einhorn. Um 1600 war Michael Müller Müller einer örtlichen Wassermühle. Später wurde er zum Ritter Michael Müller von und zu Mühlegg. am 27.4.1597 heiratete seine Tochter Barbara den jungen Mathematiker an der landschaftlichen Stiftsschule in Graz Johannes Kepler, der ein berühmter Astronom wurde. Zu dieser Zeit waren nur sechs Planeten bekannt, die sich hinter dem Einhorn als Sterne im Wappen wiederfinden.