Tessenow

D 19376 Tessenow, Kr. Parchim

Obwohl der Name des die Gemeinde bezeichnenden Ortsteiles slawischen Ursprung ist, taucht Tessenow in mittelalterlichen Quellen nicht auf. Die Ersterwähnung datiert aus einem Rechtsstreit aus den Jahren 1570 bis 1590, in denen wiederholt eine „Feldmark Tessenow“ genannt wird. Als deren erster Besitzer ist ein Gottschalk von Restorf überliefert.
Die zum mecklenburger Uradel gehörende Familie Restorf ist seit Mitte des 13. Jahrhunderts in Mecklenburg nachweisbar und führte im Wappen in Silber ein bäumendes - bisweilen auch schreitend dargestelltes - rotes Einhorn. Wegen der historischen Bedeutung dieser Familie nicht nur für Tessenow, denn sie hatten Rechte an zahlreichen Gütern im südlichen Mecklenburg, wurde deren Wappentier in den vorderen Teil des Wappen gesetzt.
In den hinteren Teil wurde eine bauchige Flasche gestellt, die Poltnitzer Glashütte symbolisierend. Für diese Glashütte wurde im Jahre 1693 für den Grundherren Obristleutnant Adam Reimar v. Koppelow der Konsens für zwölf Jahre erteilt, 1706 jedoch für weitere vier Jahre verlängert. Die Hütte wurde von einem Mitglied der wohl bedeutensten Glasmacherfamilien Mecklenburgs betrieben, von Hans Jürgen Kauffeldt.
Der Schild des Gemeindewappen ist durch einen schräglinken Wellenbalken geteilt, der die durch die Gemeinde fließende Mooster symbolisiert.
Die Gemeinde Tessenow besteht aus den Ortsteilen Dorf Poltnitz, Hof Poltnitz, Malow Poitendorf, Tessenow und Zachow.