Tengen

Das alte Tengener Wappen
Schlußstein des Torbogens am
Oberen Tor

Ein Einhorn-Bilderbogen von Tengen

 78250 Tengen
mit den acht Gemeinden:
Beuren am Ried, Blumenfeld, Büsslingen,
Talheim, Uttenhofen, Watterdingen, Weil, Wiechs am Randen

Im November 1901 schlug das Generallandesarchiv der Gemeinde Tengen vor, das Wappen der Herren von Tengen (in Rot ein silbernes Einhorn) als Gemeindewappen anzunehmen. Die Gemeinde beschaffte im Januar 1902 einen Stempel mit dem neuen Wappen. Es enthält zusätzlich ein Schild mit einem schwarzen Kreuz, das auf die Zugehörigkeit der meisten ortsteile zur Deutschordensherrschaft Blumenfeld verweist.
Die heutige Stadt Tengen ist aus Tengen-Dorf, Tengen-Stadt und Tengen- Hinterburg entstanden.
Die Herrschaft Tengen bestand aus Tengen-Stadt, Tengen-Dorf, Kommingen, Wiechs, Kirchstetten, Haslach, Schlauch, halb Uttenhofen und einem Teil des schaffhausischen Büttenhard und wurde 1534 mit der Landgrafschaft Nellenburg vereinigt, wurde 1663 von Erzherzog Sigismund Franz von Österreich an Fürst Johann Weikard von Auersberg verkauft und 1664 zur gefürsteten Grafschaft erhoben. Durch die Rheinbundakte kam 1806 die Landeshoheit an das Großherzogtum Baden. Es erwarb 1811 vom Fürsten von Auersberg in dessen ehemaliger Grafschaft gelegene Liegenschaften. Tengen-Hinterburg gehörte zur Herrschaft Blumenfeld und wurde mit dieser 1806 badisch. Tengen gehörte bis 1811 zum Amt Tengen, bis 1857 zum Amt Blumenfeld, bis 1936 zum Bezirksamt Engen, dann zum Amtsbezirk bzw. Landkreis Konstanz.
1818 wurden die Verwaltungen von Tengen-Stadt und Tengen-Dorf vereinigt, 1876 wurde die Gemeinde Tengenhinterburg aufgelöst. 1925 entstand zusammen mit der Gemarkung Haslach (Gemeinde Wiechs) endgültig die Gemeinde Tengen. Sie erhielt am 7. Mai 1952 das Stadtrecht.

Einen Bezug zum Wappen der Herren von Tengen haben auch die Gemeinde
Oberried, die Schweizer Gemeinden Dübendorf, Humlikon und Rümlang.