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Das Gemeindewappen von Scharzfeld zeigt ein springendes, goldenes
Einhorn in rotem Schilde. Der Ort wird urkundlich erstmals im Jahre 952 in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Otto I zugunsten des Klosters Pöhlde erwähnt. Die auf einem beherrschenden Dolomitfelsen gelegene
Burganlage, bestehend aus Ober- und Unterburg, wird 1131 als Harzburg "Scartvelt" erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg fiel 1593 nach dem Aussterben der Hohnsteiner Grafen gleichfalls an die Welfen. Nach
dem Ausbau zum Staatsgefängnis (1627) wurde die Burganlage im Siebenjährigen Krieg (1761) von französischen Truppen zerstört. Die Scharzfelder Höhle wird seit 1762 die „Einhornhöhle" genannt. Sie liegt an der äußersten südöstlichen Grenze des ehemaligen Fürstentums Grubenhagen. Obwohl das Einhorn ein
Fabeltier ist, spielt es bis ins 19. Jahrhundert hinein eine wichtige Rolle. Bereits im Jahre 1703 wird von der Höhle erzählt, dass sie berühmt sei, wegen des darin ergrabenen „Unicornu fossile", d. h. Knochen
des sagenhaften Einhorns. In Wirklichkeit handelte es sich um die zahlreichen Knochen des Bison oder Wisent und des Riesenhirsches. Die Farben rot und gelb (gold) sind deshalb gewählt worden, um dadurch eine
geschichtliche Verbindung zu dem ehemaligen Fürstentum Grubenhagen herzustellen. Es soll dadurch ein Teil der vergangenen Heimatgeschichte aufleben. Am 01.07.1972 wurden die Nachbargemeinden Lonau, Pöhlde,
Scharzfeld und Sieber mit Herzberg zu einer Einheitsgemeinde zusammengeschlossen.
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