Oberrodach

Oberrodach, jetzt D 96364 Marktrodach

Unter einem von Silber und Schwarz gevierten Schildhaupt gespalten von Gold und Blau; vorne ein linksgewendeter, mit einer silbernen Schrälinksleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe; hinten ein silbernes Einhorn.

Im Schildhaupt erinnert das gevierte Zollernwappen daran, daß die Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth von ihrem Amt Seibelsdorf aus seit dem 17. Jahrhundert das halbe, später sogar das ganze dorf Oberrodach beanspruchten. Die Streitigkeiten über die Gerechtsame mit dem Hochstift Bamberg verursachten gegen Ende des alten Reiches eine völlige Unklarheit des rechtlichen Status. Der bambergische Löwe versinnbildlicht die einst unangefochtene Dorfherrschaft der Bischöfe von Bamberg. Der Ort unterstand zunächst ihrem Amt Stadtsteinach, im 18. Jahrhundert ihrem Amt Kronach. Grundherrschaftlich überwog trotz der ungewöhnlich großen Zersplitterung der Besitzanteil der Freiherren von Waldenfels. Zu deren Senioriatsverwaltung gehörte mehr als die Hälfte aller Anwesen. Schon im ältesten Lehenbuch des Hochstifts mit einem Eintrag zum Jahr 1400 läßt sich waldenfelsischer Besitz nachweisen. Daher fand das Einhorn als Schildfigur des Adelsgeschlechtes Aufnahme in das Gemeindewappen.

Einen Bezug zum Wappen der Familie von Waldenfels haben die Gemeinden
Lichtenberg , target="_blank" Marktrodach, Marxgrün, Oberröslau , Röslau, Rugendorf und Wötzelsdorf.