Christes

D 98547 Christes

Erstmals wurde im Jahre 833 von Christaneshusun gesprochen.
Urkundlich erwähnt als Villa Christens, schrieb man dem Ortsbrunnen (Christus-Born) Wunder zu und startete bereits 1425 zur ersten Wallfahrt. Dies brachte dem Ort Bedeutung und offensichtlich Wohlstand, denn im Jahre 1443 wurde eine dreischiffige gotische Basilika (Unserer lieben Frauen) errichtet.
Seit 1660 gehört Christes zu Sachsen-Zeitz, von 1718 an zu Kursachsen und war ab 1815 Gemeinde im preußischen Regierungsbezirk.
Nach 1945 gehörte der Ort zum Land Thüringen, ab 1952 bis 1989 zum damaligen Bezirk Suhl.
Heute ist Christes ein Teil der Verwaltungsgemeinschaft Dolmar und gehört zum Landkreis Schmalkalden - Meiningen.

Als indirekt redendes Symbol nimmt das Motiv des Einhorns im Wappen Bezug auf den Ortsnamen und die vormalige Bekanntheit des Wallfahrtsziel “Christusborn” in der Ortslage. Die Vierung zeigt die Ortsfarben und greift darüber hinaus auf die Schildteilung und Tingierung eines Familienwappens von örtlichen Kirchenstiftern zurück, das als Fresko in der Dorfkirche erhalten ist.