Deutsche Medaillen

Schwäbisch Gmünd, die älteste Stauferstadt

Näheres zu Schwäbisch Gmünd

Sebastianspfennig
Bad Waldsee, 1730
(leider nur eine Kopie aus einem Buch)

Silbermedaille 2 Unzen Fein 0925 Silber, Dame mit Einhorn,
Serie "Die 100 größten Meisterwerke der Kunst in massivem Silber"
Polierte Platte ( PP ) im Pappfolder

Näheres zu Sendling

Silbermedaille 1982, ST, oxydiert
1200 Jahre München Sendling 782 - 1982 als
      Umschrift der Abb. der Alten St. Margareth-Kirche
Rs. Wappen der Herren von Sendling als
      Umschrift einer Wappenabb. der Familie der Sendlinger
      (rotbewehrtes steigendes goldenes Einhorn auf schwarzem Grund
       mit Einhornrumpf als Helmzier)

Die ersten urkundlichen Erwähnungen Sendlings:
Schenkung von Gütern in Sendling, Menzing und Moosach durch Tassilo, genannt der König von Bayern, ca. 760, nach einer Auflistung von im Original nicht mehr erhaltenen Schenkungsurkunden im “Wessobrunner Traditionskodex” (Eine kaum mehr haltbare Datierung).
Urkunde, nach welcher ein Apolt und ein Huasini Besitzungen zu Schwabing und Sendling an das Kloster Schäftlarn geben; nach Weissthanner, Kenner und Herausgeber der Traditionen des Klosters Schäftlarn, nur ca.” um 782 herum” einzuordnen.
Urkunde von 782, nach der ein Aduni Güter in Sendling an das Kloster Schäftlarn überträgt, ist nach Weissthanner zwischen 779 und 806 einzuordnen.
Als Dorf, als “villa” Sendling, ist zuverlässig erst 1048/68 die Rede. Die früheren Erwähnungen als “in loco” kann auch einen Gutsbetrieb umschreiben. 1772/74 wurde vom Freisinger Ordinariat laut der Konradinischen Matrikel von 1315 und der Sunderndorffschen Matrikel von 1524 festgestellt, daß nicht Untersendling mit seiner der hl. Margarethe (und dem hl. Georg) geweihten Kirche, sondern Thalkirchen nächst Obersendling (Patrozinium: Unsere Liebe Frau), zu der ursprünglich auch das Gebiet von München, bis 1811 Schwabing, bis 1882 Neuhausen und bis 1922 Nymphenburg gehörten. Erst zu Beginn des 19. Jh. wurde wohl aus praktisch-seelsorgerischen Gründen  die Untersendlinger Kirche zur Pfarrkirche, Thalkirchen bekam bis zur Abtrennung und Pfarrerhebung den Status einer Filialkirche. Der Pfarrhof sowohl für Thalkirchen als auch für Untersendling befand sich aber ursprünglich in Mittersendling, dessen Kirche dem hl. Achaz geweiht ist, aber auch ein Patrozinium des hl. Dionys feiert, dem Patron des Klosters Schäftlarn, für das frühmittelalterliche Schenkungen innerhalb der Sendlinger Ortsflur beurkundet sind. War vielleicht doch am Anfang Mittersendling das Zentrum der Pfarrei? Dafür spricht auch, daß das bisher größte bajuwarische Reihengräberfeld in der Plinganserstraße in München-Mittersendling gefunden wurde, was für einen Siedlungskern in diesem Bereich spricht.
Für die Familie der Sendlinger bürgt 1157/63 ein als “noblilis vir” bezeichneter Notpert, daß die Familie edelfreier Herkunft ist und nicht der Ministerialität entstammt. Mitglieder der Familie sind seit 1239 im Münchner Gemeinwesen nachweisbar. Eine Abstammung der Familie von der Sippe des bei der Landnahme namengebenden “Sentilo” dürfte ein Heimatmärchen sein. Nachweisbar ist nur, daß Sighardt der Sendlinger 1268 von Otto von Baierbrunn einen Hof in Obersendling erwarb. Die Sendlinger gelangten in München zu Reichtum, als “Krötelherrn” oder Salzgroßhändler, als Angehörige des “Inneren Rates” der Stadt und als Bankiers. Mehrfach wurden sie in Urkunden kurz “die Wechsel” genannt. 1284 stiftete ein Sighart der Sendlinger das Klarissenkloster am Anger. Konrad Sendlinger, später als Freisinger Bischof Konrad III. (1314 - 1322), konnte kurzzeitig in Übereinstimmung mit den Zielen Kaiser Ludwigs des Bayern Einfluß auf die Reichspolitik nehmen. In den Wirren der sog. “Vierherzogzeit” standen die Sendlinger treu zu den Münchner Herzögen Ernst und Wilhelm.
Eine traurige Berühmtheit erlangte Sendling durch die bei der Margarethenkirche blutig unterdrückte Revolution der Oberländer Bauern durch kaiserlichen Truppen (der Kavallerie unter General Kriechbaum und des Ausfalls der Wendts aus München) in der “Mordweihnacht” 1705, bei der aktenkundig 1000, vielleicht auch bis zu 3000 Bauern, Handwerker und Flößer der Landfahnen des seit Kurfürst Maximilian I. bestehenden Landsturms niedergemetzelt wurden.