Rsyasrnga-Sage

Heinrich Lüders hat uns bereits 1897 in die Welt des Rsyasrnga durch Übersetzungen und Erläuterungen nachvedischer und buddhistischer Erzählungen eingeführt.

Die Rsyasrnga-Legende gehört dem Sagenkreis des Rama an. Er ist Gatte der Santa, einer leiblichen Tochter des Dasaratha. Er ist der Rsi, der seinem königlichen Schwiegervater die putriya isti darbringt.

Schon in der vedischen Literatur erscheint sein Name:

Nach dem Jaiminiya-Upanisad-Brahmana (III,40) wurde das unsterbliche Gayatrasaman von Indra dem Kasyapa, von diesem dem Rsyasrnga Kasyapa, von diesem dem Devataras Syavasayana Kasyapa überliefert.

Im Vamsabrahmana ist Rsyasrnga Kasyapa der Sohn und Schüler des Kasyapa und der Vater und Lehrer des Vibhandaka.

Wahrscheinlich ist Rsyasrnga auch der im Aranyakagana des Arseyabrahmana (Kauthumasakha III, 6, 10; Jaiminiyas I, 9, 2) erwähnte Rsya (Ein anderer Rsya ist der Sohn des Devatithi).

Auch in der nichtvedischen Literatur erwähnen das Mahabharata, Ramayana, Padmapurana und Skandapurana Rsyasrnga als Sohn des Vibhandaka. Dieser wird in der Mahabharata Kasyapa, in der Ramayana, Padmapurana und Skandapurana der Sohn des Kasyapa genannt wird. Im Alambusajataka (523, v. 26 und 27) wird Kassapo als Name des Vaters des Isisingo erwähnt.

Die Legende um die Person des Rsyasrnga hat folgende Quellen:
Das Mahabharata (III, 110, 23 – 113, 25), sankrit.,
das Padmapurana (Patalakh. 13), sankrit.,
die Bharatamanjari (III, 758 – 795), sankrit.,
das Ramayana (I, 8 – 10), sankrit.,
das Skandapurana, sankrit.,
das Kandjur (IV, Blatt 136, 137), tibet.,
das Mahavastu, buddh. Sanskritfassung,
das Bhadrakalpavadana (XXXIII), buddh. Sanskritfassung,
die Avadanakalpalata (LXV), buddh. Sanskritfassung,

das Alambusajataka, Pali,  und
das Nalinikajataka (523, 526), Pali,

und einige vereinzelte Notizen.