Skandapurana

Die Skandapurana-Erzählung

Vibhandaka verrichtet auf Rat seines Vaters Kasyapa seine Buße an der Tungabhadra bei Srngapura (dem heutigen Srngeri). Die Flammen seiner dreitausenjährigen Buße stört die Bewohner von Indras Himmel. Indra befielt einem Citrasena, dem Heiligen die Urvasi. Das geschieht und der Anblick der Apsaras hat die bekannte Folge. Eine Gazelle trinkt das Waschwasser des Rsi, wird davon sofort schwanger, und gebiert zur richtigen Zeit einen Knaben mit zwei Hörnern, den der Rsi als seinen Sohn erkennt und aufzieht. Als der Knabe zwölf Jahre alt ist, erblicken ihn Paramesvara und Parvati gelegentlich auf einem Spaziergang im Himmelsraum. Sie steigen hernieder und verleihen im die Macht, Hungernot und Dürre in einem Umkreis von zwölf Meilen von seinem Aufenthaltsort zu beheben,

Nun bricht in Anga während der Regierung des Romapada eine Dürre aus, die zwölf Jahre dauert. Der Rsi Sanatkumara teilt dem König mit, daß es regnen würde, wenn der junge Rsyasrnga dazu gebracht werden könnte, das Land zu betreten. Die Weisen des Landes ermitteln den Aufenthaltsort des Büßers und geben dem König den Rat, ihn durch Hetären herbeiholen zu lassen.Der König folgt diesem Rat. Die Hetären errichten zunächst eine Art Niederlage von Luxusartikeln in Narve, besuchen von hier aus des öfteren den Rsyasrnga während der Abwesenheit des Vaters und weihen ihn in die Freuden der Welt ein. Nach einiger Zeit gibt er ihren Bitten nach, mit ihnen nach Angadesa zu gehen. Sie brechen auf und der Regen beginnt zu fallen. Romapada zieht ihnen entgegen, empfängt den Rsi mit großen Ehren und gibt ihm seine Tochter Santadevi zur Frau, und mit ihr lebt Rsyasrnga eine Zeit lang glücklich im Reiche der Anga’s.

Die Erzählung führt dann mit dem weiteren Schicksal des Rsi fort. Zunächst wird sein Opfer für den Dasaratha erzählt, dann seine Rückkehr in die Einsiedelei seines Vaters. Dort findet er Vibhabdaka nicht mehr vor. Er ist sehr betrübt darüber, worauf Vibhandaka aus dem Linga des Malahanisvara hervortritt. Der Sohn fragt ihn, wo er am besten Buße üben könne. Der Alte verweist ihn an Mahavisnu, der im Hügellande von Sahyadri lebt. Auf dem Wege dorthin, in der Nähe von Nirmalapura, dem heutigen Nemmar, besiegt Rsyasrbga einen Raksasa. Nach einer siebenjährigen Buße zu Ehren Mahavisnu’s erscheint ihm der Gott und befiehlt ihm, nach Candrasekhara am Fuße des Sahyadri zu gehen. Der Rsi begibt sich dahin und blickt mit halbgeschlossenen Augen auf ihn, woher der Ort den namen Kigga empfängt, von kiggannu, das halbverschlossene Auge. Schließlich geht Paramesvara auf die Bitte Rsyasrnga’s in dessen Seele auf.

Vermutlich geht hier die Rsyasrnga-Legende auf den Ramayanatext zurück. Die Sage ist hier zu einer lokalen Legende geworden und in den Dienst des Sivaismus gepreßt. Dessen Einfluß macht sich, sieht man vom grün markierten Anhang ab, bereits in der Verleihung des Regenzaubers durch Paramesvara und Parvati bemerkbar.