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Wo sind nur all‘ diese strahlenden Farben hin, die meine Augen gestern so
entzückten?
Heute ist alles grau in grau, die ganze Pracht ist erloschen. Habe ich alles nur geträumt?
Die Häuser stehen noch da, das Buschwerk und die Bäume, auch der Himmel ist voller
Wolken.
Aber alles ist so nichtssagend grau, so unbedeutend, nicht eines zweiten Blickes wert.
Andererseits: noch ein bißchen mehr Grau, ein klein wenig Nebel:
Fertig wäre die
perfekte Edgar-Wallace-Kulisse mit einem verwunschenen Wald – und dahinter die undefinierbare Welt der Frogs.
Grusel und Zauber und Raumschiff Orion, was will ich mehr? Oh, eines gäbe es
noch:
Daß aus diesem wabernden Grau ein Einhorn träte, strahlend weiß und wundervoll!
Seine glänzenden Augen würden mich mustern, würden mich erkennen – und wir beide würden
wissen.
Weißt Du es auch?
Gabriele Fleischhacker 6.8.2002
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