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Ich habe mir doch tatsächlich Zeit genommen um zu bummeln, einfach im Sonnenschein umher zu
schlendern, zu schauen, was es Schönes gibt.
Ich laufe schon einige Zeit, aber aufregende Entdeckungen habe ich noch nicht gemacht. Nur die Ruhe, so etwas kann man nicht erzwingen.
Und
wenn ich wirklich nichts finde, dann habe ich wenigstens ein paar ruhige Stunden an der frischen Luft verbracht.
Dann bleibt mein Blick hängen, saugt sich fest. Ungläubig, staunend, noch
nicht glaubend, starre ich in das Schaufenster.
Ich trete ganz nah an die Scheibe heran. Ja, da steht es wirklich. Es ist einfach wunderschön und so majestätisch.
Über seinen
schneeweißen Rücken fällt ein kobaltblauer Mantel und auf dem goldenen breiten Saum glitzern Kristalle wie weiße Schneeflocken.
Für einen kurzen Moment, einen seligen Augenblick lang, bin
ich eine Prinzessin, die auf den Rücken ihres Einhorns steigt.
Und es trägt mich, egal wohin. Ich bin glücklich, geniese die Kraft und die Ruhe, die uns beide erfüllt, atme tief die würzige
Luft ein.
Magie ist in uns und um uns herum. Es prickelt wie Champagner und ich strahle. Alles ist perfekt.
Lächelnd betrete ich den Laden, hoffe, dass mein Einhorn unseren
finanziellen Rahmen nicht sprengt. Gleich werde ich es wissen.
Und wenn es wirklich zu ..... Ich wage nicht daran zu denken. Dann kann ich nur hoffen, dass ich wenigstens einen Prospekt
bekomme.
Denn ich möchte dann zumindest ein Bild von dem Einhorn haben, das mein Herz verzaubert hat. Von meinem wundervollen, majestätischen Einhorn.
Gabriele Fleischhacker FFB, den
21.1.2008, 10.45 Uhr
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