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Aus der Zauber
Es
ist 21h und ich gehe nach Hause. Auf dem Weg neben dem Feld habe ich einen freien Blick auf den Himmel.
Wie hellgraue Seide spannt er sich weit über mir und die Wolken ziehen wie
Fledermausschwärme dahin.
Fast in der Mitte schimmert ein großer heller Fleck durch den schwarzen Schwarm. Neugierig bleibe ich stehen.
Und staune. Weiß und strahlend thront jetzt der volle
Mond da oben.
Weit verstreut blitzen die Sterne wie Diamanten zwischen den dunklen Wolken.
Immer heller glänzt der Mond, schwächt mit seinem Licht die Wolkenschatten.
Vor dieser
Wucht zerfasern sie, werden immer heller und zarter, werden zu feinen, hellgrauen Spinnweben.
Der Himmel ist jetzt dunkelgrau und der Mond zaubert weiße zarte Schleier über die Wolken.
Was
für ein Wandel in dieser kurzen Zeit! Ich kann es kaum glauben.
Zuerst der helle Himmel mit den schwarzen Wolken und dem zarten Schein dazwischen.
Jetzt ist der Himmel dunkel, die Wolken
sind hell und der Mond ist ein glitzerndes Juwel.
Staunend bleibe ich stehen, kann mich nicht trennen von diesem Wunder dort oben.
Doch auf die Dauer wird es mir doch zu kalt. Ich gehe
ins Haus.
Der Fernseher läuft. Wie banal. Wie scheußlich. Ich ziehe den Mantel aus und die Schuhe.
Dann setzte ich mich an den Tisch und schreibe, muss schreiben.
Danach stehe ich
auf und gehe ans Fenster. Noch einmal will ich schauen und staunen.
Doch nun ist der Himmel eine einzige dunkle, unförmige Masse. Fade wie der Fernseher.
Der Mond steht wie eine helle
Scheibe bewegungslos dort oben. Kein Stern ist mehr zu sehen.
Das darf doch nicht wahr sein! Ich bin richtig gehend geschockt – Und traurig.
Aus der Zauber.
Gabriele
Fleischhacker FFB, den 22.3.2008, 22 Uhr
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